Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) Schwerpunkt Wirtschaft / Verwaltung

Allgemeines

Das Berufsgrundbildungsjahr ist die erste Stufe der Berufsausbildung. Es werden Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die für einen Beruf in Wirtschaft und Verwaltung benötigt werden. Das BGJ ist eine Teilzeitschule, d. h. die SchülerInnen besuchen an zwei Tagen in der Woche die Schule und nehmen an drei Tagen in der Woche an einem gelenkten und betreuten Praktikum in Betrieben teil.

 

Aufnahmevoraussetzungen

  • Mindestens Versetzung nach Klasse 9 Gemeinschaftsschule bzw. Gymnasium.

oder

  • Erfüllung der Vollzeitschulpflicht (9 Jahre), mit erfolgreichem Abschluss BVJ

 

Abschluss

Das BGJ ist erfolgreich besucht, wenn mindestens die Note ausreichend in allen Fächern erreicht worden ist oder in bestimmten Fällen ein Ausgleich vorliegt. Das BGJ ist regelmäßig besucht, wenn nicht mehr als 40 Unterrichts– und Praktikumstage versäumt wurden.

 

Berechtigungen

  • Verleihung der mit dem Hauptschulabschluss verbundenen Berechtigungen
  • Erfüllung der Berufsschulpflicht, sofern kein Ausbildungsverhältnis eingegangen wird
  • Besuch der zweijährigen Berufsfachschule  (Handelsschule, Gewerbeschule, Sozialpflegeschule), wenn der Notendurchschnitt von mindestens 3,0 in den Fächern Deutsch und Mathematik, sowie in den berufsfeldbezogenen, fachtheoretischen Unterrichtsfächern erreicht wird.

 

Sozialpädagogische Betreuung

Die Sozialpädagogische Betreuung findet während des gesamten Schuljahres statt.

  • Akquisition von Praktikumsplätzen
  • Beratung der Betriebe bezüglich der BewerberInnen
  • Unterstützung der Jugendlichen bei der Entwicklung, Stabilisierung und Veränderung einer Berufsorientierung
  • Vermittlung betrieblicher Praktika zur Berufsorientierung und Eignungsfeststellung
  • Beratung bei persönlichen Problemen
  • Unterstützung bei der Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche

 

Pädagogisches Konzept

Die Dr.-Walter-Bruch-Schule bietet das BGJ in dualisierter Form an. Im Unterschied zum rein schulischen BGJ erfolgt die fachpraktische Ausbildung in Betrieben statt in Schulwerkstätten. Den Ausbildungsbetrieben wird somit die Möglichkeit gegeben, die Jugendlichen über ihre Schulzeugnisse hinaus auch durch ihre praktische Tätigkeit kennen zu lernen.

Die Jugendlichen erleben die Realität des beruflichen Alltags in den Unternehmen, was förderlich auf ihre Leistungen und auf ihr Verhalten wirkt. Außerdem sollen durch die Verknüpfung von praktischer Arbeit und schulischem Unterricht Eigenschaften wie positive Einstellung zu Arbeit, Pünktlichkeit und Engagement sowie fachliche Kenntnisse vermittelt werden.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das Kennenlernen beider Partner im Rahmen der dualisierten beruflichen Grundbildung die Chancen auf den Abschluss eines Ausbildungsvertrages deutlich erhöhen.