Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) als Produktionsschule – Technisch-gewerblicher Bereich

Inhalt und Ziel

Das Berufsvorbereitungsjahr ist eine Sonderform des Berufsgrundbildungsjahres. Es dient dazu, Jugendliche,
die keinen Hauptschulabschluss besitzen und Absolventen der Sonderschule, zur Berufsreife zu führen.
Das BVJ – Produktionsschule wird am Berufsbildungszentrum St. Wendel im Technisch-gewerblichen Bereich in den Fachbereichen Metalltechnik und Holztechnik sowie im sozialpflegerischen Bereich im Fachbereich Ernährung und Hauswirtschaft angeboten.
Die intensive Betreuung und Förderung der Jugendlichen wird in der Schule und in zeitweilig absolvierten
Praktikas unterstützt durch eine ergänzende sozialpädagogische Betreuung.

Erziehungswissenschaftlerin Nadine Horras und Dipl.- Sozialarb. Cathrin Hornetz stehen Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung. (Telefon: 0 68 51-93 11 38;  Mobil: 01 73-691 33 09)

Berechtigungen

Der erfolgreiche Abschluss des Berufsvorbereitungsjahres berechtigt zum Übertritt in jedes
Berufsgrundbildungsjahr. Ebenso kann für den Fall, dass keine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf erfolgt, durch den regelmäßigen Besuch des BVJ die Berufsschulpflicht abgeleistet werden. Bei diesen Voraussetzungen kann der Jugendliche auch in den Genuss einer Förderung durch das Arbeitsamt ( Benachteiligtenprogramm) kommen und tritt so bei der Lehrstellensuche nicht in Konkurrenz zu anderen gleichaltrigen Schülern.

Stundentafel

* Die Fächer Deutsch und Sozialkunde werden nach einem gemeinsamen Lehrplan unterrichtet.
** Der Unterricht umfasst Elemente mehrerer Berufsfelder; wenigstens 3 Berufsfelder sollen einbezogen werden. Vorgesehen sind hierfür Projekte aus den Berufsfeldern Metalltechnik, Holztechnik Textiltechnik und Bekleidung, Farbtechnik und Raumgestaltung und Ernährung und Hauswirtschaft.

Durch die Anordnung der Fächer, hierbei besonders durch den großen Stundenanteil an Fachpraxis, kommt man dem Lernverhalten der Schülergruppe weitgehend entgegen. So ist es möglich, Defizite, sowohl im Bildungsbereich als auch im sozialen Verhalten aufzuarbeiten. Nicht zuletzt wird ihnen durch die Breite dieses Angebotes die Möglichkeit eröffnet, eigene Neigungen zu erkennen und diese in einer späteren Berufswahl zu berücksichtigen.

Erwerb des Hauptschulabschlusses

Die Prüfung um Erwerb des Hauptschulabschlusses findet am Ende des Schuljahres statt.
Die Schüler müssen sich gesondert anmelden.
Es werden folgende Fächer geprüft:
♦ praktisch: Arbeitslehre
♦ schriftlich: Deutsch, Sozialkunde, Mathematik, Physik
♦ mündlich: Arbeitslehre, Religion, Wirtschaftskunde