„Ich kann kochen!“ begeistert angehende Fachkräfte

„Ich kann kochen!“ begeistert angehende Fachkräfte

Bild von Laura John

Rund 50 Anerkennungspraktikanten der Akademie für Erzieherinnen und Erzieher der Dr.-Walter-Bruch-Schule St. Wendel nahmen an der Fortbildung „Ich kann kochen! – Pädagogen werden zu Genussbotschafter/innen“ teil. Im Mittelpunkt des ganztägigen Projekts stand die Frage, wie Kinder und Jugendliche auf spielerische und praktische Weise an gesunde Ernährung, frische Lebensmittel und das gemeinsame Kochen herangeführt werden können.

„Ich kann kochen!“ ist eine Ernährungsinitiative der Sarah Wiener Stiftung in Zusammenarbeit mit der BARMER. Ziel des Projekts ist es, pädagogische Fachkräfte darin zu stärken, Kindern Freude am Entdecken, Zubereiten und Genießen von Lebensmitteln zu vermitteln. Dabei geht es nicht nur um Wissen über gesunde Ernährung, sondern auch um sinnliche Erfahrungen: Wie riecht frisches Brot? Wie fühlt sich Gemüse an? Wie schmecken neue Zutaten? Solche Fragen sollen Kinder neugierig machen und ihnen Mut geben, auch Unbekanntes auszuprobieren.

Betreut wurde die Fortbildung von den Lehrkräften Jana Staub und Claudia Forster-Bard. Claudia Forster-Bard, selbst ausgebildete Genussbotschafterin, unterstützte das Projekt mit großem Engagement. Besonders bemerkenswert: Am Projekttag sprang sie kurzfristig als Krankheitsvertretung für eine Dozentin ein und trug so wesentlich zum erfolgreichen Ablauf der Veranstaltung bei.

Der Tag begann mit einem fachlichen Input in Form eines Kurzvortrags. Bereits dabei wurden die Teilnehmenden aktiv einbezogen und ihre Sinne angeregt. Im Anschluss ging es in die Praxis: In den beiden Großküchen des sozialpflegerischen Bereichs der Schule bereiteten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher gemeinsam gesunde Gerichte zu. Die Lebensmittel dafür wurden in Kooperation mit dem Martinshof Osterbrücken geliefert.

Aus den Lebensmitteln entstanden unter anderem eine Suppe, verschiedene Brotaufstriche sowie gesunde süße Snacks, die ohne raffinierten Zucker zubereitet wurden. Dabei lernten die Teilnehmenden nicht nur Rezepte kennen, sondern auch Möglichkeiten, wie solche Angebote später mit Kindern und Jugendlichen umgesetzt werden können. Das gemeinsame Schneiden, Rühren, Abschmecken und Ausprobieren zeigte anschaulich, wie Ernährungsbildung praktisch, lebensnah und mit Freude gestaltet werden kann.

Zum Abschluss wurden die zubereiteten Speisen gemeinsam verkostet. So endete der Fortbildungstag mit vielen neuen Eindrücken, praktischen Erfahrungen und Anregungen für die pädagogische Arbeit. Die Teilnehmenden konnten erleben, wie Kochen zu einem ganzheitlichen Bildungsangebot werden kann: Es verbindet Wissen, Genuss, Gemeinschaft und die bewusste Auseinandersetzung mit Lebensmitteln.