
(alle Fotos von Laura John)
Welche Rechte haben Auszubildende? Welche Veränderungen bringt eine neue Prüfungsordnung mit sich? Und welche Regelungen beschäftigen angehende Erzieherinnen und Erzieher aktuell besonders? Um solche und weitere Fragen ging es beim Besuch der Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes Christine Streichert-Clivot am BBZ St. Wendel im Rahmen der DGB-Berufsschultour.
Zum Auftakt begrüßte Schulleiterin Kirsten Prams die Ministerin und Joshua Dirks, Jugendbildungsreferent des DGB Saar sowie Liliane Rosar-Ickler, Landesvorsitzende der GEW Saarland. Vorgestellt wurden die vielfältigen Projekte und besonderen Schwerpunkte des BBZ St. Wendel. Dabei gab die Schulleiterin auch einen Einblick in Zahlen und Fakten rund um die Schule und präsentierte verschiedene Auszeichnungen, die das Engagement der Schulgemeinschaft widerspiegeln. So ist das BBZ unter anderem alsGrenzenlos-Schule, Fairtrade-Schule und Schule gegen Cybermobbing ausgezeichnet. Zudem ist die Schule bereits seit 18 Jahren im Bereich Qualitätsmanagement zertifiziert.
Frau Ministerin Streichert-Clivot zeigte sich erfreut über die Gelegenheit zum Besuch des BBZ St. Wendel, da ihr der direkte Austausch mit den Schülerinnen und Schülern in den Schulen sehr wichtig ist.
Genau dieser Austausch stand auch im Zentrum der DGB-Berufsschultour. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, mit Vertreterinnen und Vertretern der DGB-Jugend ins Gespräch zu kommen. Dabei konnten sie ganz konkrete Fragen aus ihrem Ausbildungsalltag klären – etwa zum Arbeitsrecht, Vertragsrecht sowie zu Rechten und Pflichten während der Ausbildung. So bot die Berufsschultour nicht nur allgemeine Informationen, sondern auch Gelegenheit, individuelle Anliegen anzusprechen.
Bei einem Rundgang lernte die Ministerin verschiedene Fachbereiche des BBZ näher kennen. Besonders im Friseurbereich erhielt sie einen Einblick in die praxisorientierte Ausbildung. Vorgestellt wurden unter anderem der schuleigene Salon und der Kosmetikraum. Auch eine praktische Kostprobe gehörte dazu: Schülerinnen und Schüler boten der Ministerin eine Handmassage an, die sie gerne annahm.
Im Anschluss stand eine Gesprächsrunde mit Schülerinnen und Schülern der praxisintegrierten Erzieherausbildung auf dem Programm. Hier entwickelte sich ein offener Austausch über Themen, die die angehenden Erzieherinnen und Erzieher unmittelbar betreffen. Diskutiert wurden unter anderem die neue Schließtageregelung, Veränderungen im Zusammenhang mit der Prüfungsordnung sowie das Thema Fortbildungen.

Gemeinsam mit der Ministerin, Vertreterinnen und Vertretern des DGB und der GEW konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen, Fragen und Wünsche einbringen. Gerade dieser direkte Dialog machte deutlich, wie wichtig es ist, dass junge Menschen nicht nur über bildungspolitische Entscheidungen informiert werden, sondern auch die Möglichkeit erhalten, ihre Perspektive einzubringen.

Der Besuch am BBZ St. Wendel zeigte damit eindrucksvoll, wofür die DGB-Berufsschultour steht: Information, Mitbestimmung und direkter Austausch. Zugleich bot er der Schule die Möglichkeit, ihre vielfältige Bildungsarbeit zu präsentieren und zu zeigen, wie eng Theorie, Praxis und gesellschaftliche Verantwortung am BBZ miteinander verbunden sind.